
14-Tage-Erlebnisreise
Unberührte Natur und brasilianische Lebensart kompakt: Über 60 Meter hohe und kilometerlange Klippen stürzen die Iguassu-Fälle in die Tiefe. In Rio locken Samba, Folklore und weißer Sand. Ein Ausflug ins Hinterland von Salvador zeigt brasilianisches Landleben.
Brasilien
Brasilien, die sanfte Hälfte Südamerikas mit einer Natur- und Kulturvielfalt unfassbarer Ausdehnung ohne schroffe Gebirge und harte Gesten, ist ein Land, das sich dem Besucher offen und ohne Widerstände zeigt. Es ist nicht nur ein Land gigantischer und überbevölkerter Metropolen, es ist auch das Land noch riesiger Urwälder, der "grünen Hülle" Amazoniens, des faszinierenden Lebensraumes der teils als Jäger und Sammler lebenden Indianer sowie die Stadtkulissen früherer Jahrhunderte, in denen die Zeit vor
zweihundert Jahren stehengeblieben ist.
Das südamerikanische Land Brasilien weiss in vielerlei Hinsichten zu beeindrucken: nicht nur, dass es das größte Land in Südamerika und das fünftgrößte der Welt ist. Auch die Einwohnerzahlen gleich mehrerer Metropolen wie Sao Paulo, Rio de Janeiro und, etwas abgeschlagen, der Hauptstadt Brasilia überschreiten weit die (zweistellige) Millionengrenze. Durch den nördlichen Teil Brasiliens zieht sich der Amazonas, der längste Fluss der Erde und ein Paradies für Flora und Fauna. In den dichten Wäldern leben
außerdem auch heute noch Indianerstämme, die wenig oder keinen Kontakt zur Zivilisation haben.
Das Klima Brasiliens, das zwischen 5° nördlicher Breite und 34° südlicher Breite liegt, ist überwiegend tropisch mit geringen jahreszeitlichen Schwankungen der Temperaturen. Nur im subtropischen Süden herrscht ein gemäßigteres Klima. Besonders im feuchten Amazonasbecken gibt es reichhaltige Niederschläge, man findet jedoch auch relativ trockene Landstriche mit teilweise lang anhaltenden Dürrezeiten, besonders im Nordosten des Landes. In den höheren Lagen im Süden Brasiliens fällt im Winter der Niederschlag
gelegentlich als Schnee.
Ein Land, das so gross und vielfältig ist wie Brasilien, hat natürlich auch seine regional unterschiedlichen kulinarischen Spezialitäten. Ausserdem haben Einwanderer die brasilianische Küche sehr beeinflusst: In einigen Gebieten im Süden merkt man den deutschen Einfluss, die italienischen und japanischen Einwanderer haben die Küche in São Paulo geprägt. Als eine Art Nationalgericht gilt vielen Brasilianern die Feijoada, ein deftiger Eintopf, der aus schwarzen Bohnen, Rind- und Schweinefleisch, Speck oder
Wurst, Knoblauch und Pfeffer sowie gut zwei Dutzend weiteren Zutaten zubereitet wird. Selbst Ohren, Rüssel und Ringelschwanz vom Schwein werden als Geschmacksgeber mitgekocht. Einheimische bevorzugen die Feijoada als einfaches Tagesgericht, das als Prato Feito (Fertiggericht) oder Refeição comercial zusammen mit Reis, Grünkohl und Farofa, einem gerösteten Maniokmehl, angeboten wird. Ursprünglich wurde es als billiges Essen für die Sklaven aus Resten gemacht.
Ein Lieblingsessen ausländischer Besucher ist der Churrasco. Ursprünglich stammt er aus dem Süden, wo die Gaúchos das Fleisch über offenem Feuer grillten, heute ist der Churrasco in ganz Brasilien verbreitet. Die meisten Churrascarias bieten den Spiessbraten als Rodizio an: Zu einem festen Preis kann der Gast von mehreren Fleischsorten essen, soviel er will. Die Kellner bringen Spiesse mit gegrilltem Rind- und Schweinefleisch, Hühnchen und Würsten an Ihren Tisch und schneiden die Stücke Ihrer Wahl
ab.
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