Hotel Reykjavik

Das 3***Hotel Reykjavik ist ein modernes Hotel. Es liegt im Herzen Reykjavíks, nahe der Oper, im Einkaufs- bzw. Ausgehviertel.


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Anreise Abreise Erwachsene Kinder Währung  

Hotel Reykjavik im Detail

Unterbringung
Das Hotel verfügt über 79 Zimmer mit folgender Ausstattung:

  • Bad oder Dusche/WC
  • Telefon
  • Föhn
  • Sat.-TV
  • Pay-TV
  • Wireless-Internet-Zugang
  • Radio
  • Minibar
  • Tee-/Kaffeekocher

Hotelausstattung
  • Restaurant
  • Bar
  • Café
  • Lift

Verpflegung
  • Frühstücksbuffet

Reykjavík
Islands Hauptstadt Reykjavík hat 106.000 Einwohner. Der erste Siedler Islands, der Norweger Ingólfur Arnason, errichtete 874 dort einen Hof, wo seine ins Meer geworfenen Hochsitzpfosten an Land getrieben wurden. Unweit der Stelle sah er Dampfsäulen aufsteigen und nannte den Platz Reykjavík (Rauchbucht). Die Verleihung des Stadtrechtes an den kleinen Handelsplatz 1786 gilt als Gründungsdatum der Stadt.

Die Altstadt beschränkt sich auf ein kleines Karré zwischen Tjörnin und Meer. Hier befindet sich der Platz Austurvöllur mit der Statue von Jón Sigurdhsson, dem Vorkämpfer eines unabhängigen Island, das in grauem Basalt gehaltene Parlamentsgebäude Althing (1881) und links davon die lutherische Dómkirkja (1796), Sitz des Bischofs von Island. In der Adalstræti 10 liegt Fógetinn, das älteste Gebäude der Stadt von 1751, schräg gegenüber der neu gestaltete Ingólfstorg mit dampfenden Basaltsäulen zum Gedenken an den ersten Siedler. Vom Ingólfstorg zweigt die Austurstræti ab. An deren Ende, am Busbahnhof Lækjartorg, befindet sich Stjórnarrádhidh, 1765 von den Dänen als Gefängnis errichtet, heute Sitz des Premierministers. Bergan mündet die Bankastræti in den Laugavegur, die wichtigste Einkaufstrasse der Stadt.

Idealer Start für einen Stadtrundgang ist die ganz Reykjavík überragende Hallgrímskirkja, Wahrzeichen der Stadt, erbaut 1945-86. Vom 73 m hohen Turm beste Aussicht über Stadt und Meer. Der Architekt Gudhjón Samúelsson hat das neogotische Bauwerk nach dem Vorbild mittelalterlicher Kirchenbaukunst geschaffen. Vor dem Portal steht die Statue von Leifur Eiríksson, der im Jahre 1000 Amerika entdeckte. Unmittelbar neben der Hallgrímskirkja befindet sich das Museum von Einar Jónsson, einem isländischen Bildhauer.

Der See Tjörnin mitten in der Stadt ist ein bedeutendes Vogelschutzgebiet. Schautafeln. Auffällig ist das 1992 am NW-Ufer eingeweihte, auf Säulen stehende Rathaus mit der sehenswerten Reliefkarte des Landes im Erdgeschoß. Am Uferweg Fríkirkjuvegur unterhalb der Hallgrímskirkja befindet sich Listasafn Íslands, die Nationalgalerie für moderne Kunst.

Thjódhminjasafnidh, das Nationalmuseum Islands, zeigt einen Großteil des isländischen Kulturgutes und gibt einen Überblick über die Siedlungsgeschichte bis ins 19. Jh. Schwerpunkt sind Archäologie, Kunsthandwerk (Textil, Holz, Metall) sowie sakrale Kunst.

In der angrenzenden Universität sind im Handschrifteninstitut Árna Stofnun Magnússonar (Suthurgata 4), mittelalterliche Pergamenthandschriften ausgestellt.

Die katholische Kirche Reykjavíks, Kristkirkja/Landakotskirkja, wurde 1929 geweiht. 1989 predigte hier, beim ersten Papstbesuch in der Geschichte Islands, Papst Johannes Paul II.

7 km außerhalb der Stadt nach O liegt das sehenswerte Freilichtmuseum Árbær. Rund um den bis 1948 bewohnten Torfhof aus Grassoden und Torfplaggen, über Jahrhunderte die typische isländische Bauweise, wurden Wohn- und Handwerkshäuser aus dem Reykjavík des 19. Jahrhunderts wiederaufgebaut. Ältestes Haus ist eine Schmiede von 1820. Ebenfalls zu besichtigen die Torfkirche Silfrastadhir von 1842.

Das Laugardalur, das Tal der warmen Quellen, liegt drei Kilometer außerhalb der Stadtmitte. Bis Anfang dieses Jh.s wuschen die Frauen Reykjavíks hier vor den Toren der Stadt ihre Wäsche. Zeltplatz, Jugendherberge und das große Freibad liegen hier. Außerdem der Botanische Garten, ein Zoo und Skulpturengarten samt Museum des Bildhauers Ásmundur Sveinsson (1893-1982). Aus zahlreichen Bohrlöchern wird heißes Wasser aus dem Erdinnern gefördert, mit dem u.a. die Rasenheizung im Fußballstadion betrieben wird.

Weitere Sehenswürdigkeiten
Kjarvalstadhir, Museum an der Miklabraut, moderne Kunst mit Werkschau des bekanntesten isländischen Malers Jóhannes Kjarval (1885-1972). Perlan, eine futuristische Glaskuppel auf dem Öskjuhlídh, aufgebockt auf sechs gigantischen Wassertanks. Zentrale Verteilstelle der Wasserversorgung der Hauptstadt mit Aussichtsplattform. Höfdhi, alleinstehendes Holzhaus, in dem 1986 das historische Treffen von Reagan und Gorbatschow stattfand. Vidhey, stadtnah gelegene Insel mit dem Restaurant Vidheyjarstofa, dem ältesten Steinhaus Islands (1755).

Ausflüge
Auf die Halbinsel Reykjanes nach Hafnarfjördhur und zur Blauen Lagune, mit der Autofähre ab Thorlákshofn auf die Vestmannaeyjar oder auf den Golden Circle mit Parlamentstätte Thingvellir, Thermalgebiet Geysir und Wasserfall Gullfoss.

Unterwegs in Reykjavík
Die Tourist Card berechtigt 1-3 Tage zur Benutzung des öffentlichen Nahverkehrs, Zutritt zu allen Freibädern und zahlreichen Museum. Für 800-1.200 ISK an der Touristeninformation, am Infoschalter des Rathauses und in Hotels erhältlich. Außerdem verkehrt im Sommer nachmittags stündlich ein Museumsbus für ISK 300 ab Bushaltestelle Lækjartorg.

Leben auf dem Vulkan
Island - auf Feuer gebaut und von Eis bedeckt. Im Oktober 1996 war es wieder mal so weit. Unter dem mächtigsten Gletscher Europas brach ein Vulkan aus, Wochen später schoß eine gigantische Flutwelle unter dem Gletscher hervor und überschwemmte einen ganzen Landesteil. Öffentlichkeit und Wissenschaftler saßen in der ersten Reihe, weltweit. Für Isländer jedoch nichts ungewöhnliches. Sie leben auf dem Vulkan.

Vor 17 Millionen Jahren begann das Schauspiel der Entstehung Islands, bis heute ist es nicht abgeschlossen. 99 % der Insel bestehen aus vulkanischem Ergußgestein. Seit Beginn der Besiedlung gab es rund 200 Ausbrüche, im Schnitt alle sechs Jahre.

Ein knappes Zehntel der Insel ist von nacheiszeitlicher Lava bedeckt, ein Drittel des Landes gehört heute zur vulkanisch aktiven Zone. Einmal eruptierende Vulkanspalten finden sich ebenso wie jahrtausendelang tätige Zentralvulkane, formschöne flache Schildvulkane ebenso wie symetrisch steile Ringwallkrater.

Lavaströme und Aschewüsten bedecken das Land, in den Solfatarenfeldern blubbern und brodeln schwefelstinkende Schlammlöcher, andernorts schleudern Geysire ihre kochendheißen Wasserfontänen in den Himmel.

Der berühmteste Vulkan Islands ist die Hekla, die im Mittelalter in ganz Europa als Tor zur Hölle berüchtigt war. Ihr letzter großer Ausbruch fand 1947 statt, ein kleinerer im Januar 1991. Fernab dichtbesiedelter Gebiete zerstörte sie über die Jahrhunderte fruchtbare Weidegebiete. Die Westmänner-Inseln vor der Südküste haben in den 60er Jahren von sich reden gemacht, als von 1963-67 nach einer Eruption auf dem Meeresboden die Insel Surtsey sich aus den Fluten erhob. Kaum waren die Inseln zur Ruhe gelangt, riß 1973 mitten in der Nacht und ohne jede Vorwarnung im Vorgarten des Fischerdorfes Heimaey die Erde auf. Ein Drittel des Ortes wurde in den nächsten Monaten unter der Lava begraben. Doch bereits in den ersten sechs Stunden waren nahezu alle 5.000 Einwohner evakuiert.

Von 1975-84 entleerte sich in mehreren Schüben eine gigantische Magmablase nordöstlich des Myvatn über die kilometerlange Leirhnúkur-Spalte. Erdbeben erschütterten die Region, und zeitweise wurde über die Evakuierung der Siedlung Reykjahlíth am nördlichen Seeufer nachgedacht.

Bei keiner der Eruptionen in diesem Jahrhundert kamen Menschen zu Schaden, und so blickt ein Großteil der Insulaner mit stoischer Ruhe auf das Feuer aus dem Erdinnern. Ist es doch nicht nur Bedrohung, sondern in gleichem Maße auch Segen. 98 % der Bevölkerung in Reykjavík ist inzwischen ans Fernwärmenetz angeschlossen, das sich aus heißem Wasser aus dem Erdinnern speist. Reykjavík ist so die wohl einzige rauchfreie Hauptstadt der Welt. Jahr für Jahr werden mehr und mehr Straßen und Fußwege dort für den kalten Winter mit einer "Fußbodenheizung" ausgestattet. In den heißwassergeheizten Gewächshäusern werden Gemüse und Blumen gezogen, und auf heiße Freibäder im Winter wird heute kein Isländer mehr verzichten.

The Golden Circle
Auf dem Golden Circle, einem Tagesausflug ab Reykjavík liegen die berühmtesten Sehenswürdigkeiten Islands: der alte Parlamentsplatz Thingvellir, das Thermalgebiet des Großen Geysir und der Wasserfall Gullfoss.

Von Reykjavík über die Ringstrasse nach N und auf der 36 zum See Thingvallavatn. Mit 83 km² viertgrößter See des Landes, 114 m tief.

An seinem Nordufer liegt inmitten des ältesten Nationalparks des Landes (1928) Thingvellir, die Thingfelder, geologisch weltweit einmalige Sehenswürdigkeit und historisch bedeutsamster Ort Islands.

Gute Aussicht über See, Talsenke und im N gelegenen Schildvulkan Skjaldbreidhur (1.060 m) von Aussichtsplattform oberhalb der Schlucht Almannagjá. Einziger Ort der Erde, wo die Grenze zweier Erdplatten, der eurasischen im O und der amerikanischen im W sowie deren Verschiebung im Lauf von Jahrhunderten an der Oberfläche greifbar wird. Die Platten bewegen sich jährlich um 1 cm in jede Richtung. Die Talsenke verbreitert sich so seit Ende der Eiszeit. Gleichzeitig sinkt die Ebene kontinuierlich ab.

Die Thingfelder waren nach der Besiedlung des Landes die Keimzelle des mittelalterlichen Staates. 930 wurde hier der erste Althing, eine parlamentsartige Versammlung, einberufen, die einmal jährlich tagte (Blütezeit bis zum Verlust der Unabhängigkeit 1262, danach immer geringere Bedeutung, 1798 Auflösung). Thingvellir ist heute Islands meist besuchte touristische Attraktion und Schauplatz zahlreicher staatlicher Feierlichkeiten.

Über die 365 nach Laugarvatn (250 Ew.), "See der warmen Quellen", Schulort am Nordufer des Sees mit heißen Quellen und Dampfsauna. Hinrichtung des letzten katholischen Bischofs Islands, Jón Arnason 1541.

Zuerst die 37, dann die 35 führen Richtung O zum Thermalgebiet Geysir mit sprudelnden Springquellen und einer Vielzahl blubbernder Heißwasser- und Schlammpfuhle. Der Große Geysir, ursprünglich ein Eigenname, dann eine Bezeichnung für Springquellen generell, ist heute nicht mehr aktiv. Wenige Meter weiter jedoch schleudert Strokkur, "Butterfass", zuverlässig alle 5-10 Minuten kochendheißes Wasser bis zu 15 m in die Höhe. Absperrungen aus Sicherheitsgründen strikt beachten.

Gullfoss, "Goldener Wasserfall", einer der schönsten Wasserfälle des Landes, fällt in zwei rechtwinklig versetzten Kaskaden auf breiter Front 32 m tief in eine 2,5 km lange Schlucht hinab. Die bis in die 70er Jahre bestehenden Pläne zur Errichtung eines Wasserkraftwerkes sind endgültig vom Tisch.

Nach S führt die 35 vorbei an Skálholt, Bischofssitz von 1056 bis 1785 und über Jahrhunderte geistiges, politisches und kulturelles Zentrum des Landes. Die heutige Kirche wurde 1956 zur 900-Jahr Feier gebaut. Besichtigung der dabei entdeckten Krypta mit Sarkophag von Bischof Páll Jónsson, um 1200.
Altarbild von Nína Tryggvadóttir und Kirchenfenster von Gerdhur Helgadóttir. Heute Musikhochschule mit Sommerkonzerten am Wochenende.

Selfoss (6.500 Ew), erst 1947 gegründet und schon größte Stadt Südislands, Verkehrsknotenpunkt und Dienstleistungszentrum für das landwirtschaftliche Umland. Heimatmuseum über Geschichte der Land- und Schafwirtschaft des Landes.

Direkt über die Ringstraße 1 nach Hvergerdhi oder mit Abstecher über die 33, 34 und 38 entlang der Küste. Thúrídharbúdh in Stokkseyri ist eine Fischerhütte, in der die Besatzung der offenen Ruderboote während der winterlichen Fangsaison hausten.

Eyrarbakki (530 Ew.) war um die Jahrhundertwende noch bedeutendster Handelsplatz des Landes nach Reykjavík. Blütezeit unter dänischen Kaufleuten vom 17.-19. Jahrhundert. Das am besten erhaltene Straßenbild Islands aus dem 19. Jahrhundert. Museum im schwarz geteerten Kaufmannshaus Húsidh (1765) neben der Kirche.

Hveragerdhi (1.300 Ew.), Zentrum isländischer Treibhauskultur am Fuße des Vulkans Hengill. Die Erdwärme der zahlreichen heißen Quellen wird zur Beheizung der Gewächshäuser genutzt, in denen man Gemüse und Blumen für den eigenen Markt zieht. Cafe Eden unter Palmen, in der Ortsmitte unzählige dampfende Quellen und markierte Wanderwege durch das Gebiet des Hengill.

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