
13-Tage-Studienreise
Das Mittelmeer hat immer schon die Völker und Kulturen verbunden. Besonders deutlich wird dies angesichts der Dekorationen der maurischen Bauwerke und der Pracht der Gärten und Paläste.
Marokko
In Marokko befindet sich das Fremde ganz in der Nähe. Nur durch die Straße von Gibraltar wird Marokko von Europa getrennt, und doch umfängt den Besucher die fremdartige Welt des Orient mit seinem, geschäftigen Leben und historischen Zeugnissen. Die Königsstädte Fès, Meknès, Rabat und Marrakesch sind Zentren der islamischen Kunst und Kultur. Im Süden von Marokko, zwischen Quarzazate und Tinehir, wird die Strecke von Dutzenden Kasbahs, uralten Lehmburgen, einst von kriegerischen Berberstämmen errichtet,
gesäumt.
Marokko ist seit mehr als 1200 Jahren westlicher Eckpfeiler des Islam. Die Religion prägt nicht nur den Alltag, sie beeinflusste auch die Kunst und Kultur in Marokko. Die Maurische Kunst ist besonders spektakulär in in den Königstädten Fes, Marrakesch, Meknes und Rabat. Marrokanische Herrscher errichteten hier zahlreiche Gebäude zu ihrem und Allahs Ruhm.
Die Küsten Marokkos sind ganz unterschiedlich ausgeprägt: Die Mittelmeerküste ist gebirgig mit einsamen Buchten. An der Atlantikküste befinden sich kilometerlange, breite Sandstrände, immer wieder unterbrochen von weißen Hafenstädten.
Insbesondere Frauen, aber auch generell sollte man sich konservativ und geschlossen kleiden. Knappe Kleidung sollte man abseits des Strands vermeiden. Die Achseln und die Knie sollten bedeckt sein. Aufgrund der Hitze empfiehlt es sich sowieso, lange Ärmel und luftige weite Hosen zu tragen. Die linke Hand wird in der islamischen Religion als unrein betrachtet. Deshalb sollte man alle Tätigkeiten möglichst mit der rechten Hand durchführen, sogar wenn man Linkshänder ist. Insbesondere Geld mit der linken Hand
zu reichen gilt als beleidigend.
Das Klima Marokkos zeigt einen Übergang vom mediterran beeinflussten Nordwesten des Landes zum saharisch-kontinentalen Südosten und Süden. Der Hohe und Mittlere Atlas, die zusammen als eigener Klimaraum aufzufassen sind, bilden mit ihrem Hauptkamm die Klimascheide. Der nordwestliche Landesteil hat trockenheiße Sommer mit einer mittleren Augusttemperatur von 23 °C und mittleren Temperaturmaxima zwischen 26 °C (Casablanca) und 29 °C (Tanger). Die Winter sind mild (Januarmittel 12 °C) und regenreich, wobei
die Niederschlagsmengen nach Süden hin geringer werden (Tanger 900 mm, Agadir 200 mm Jahresniederschlag). Landeinwärts nimmt der mildernde Einfluss des Meeres rasch ab, so dass in der zentralen Meseta und im Atlasgebirge ausgeprägtes Kontinentalklima herrscht: In Marrakesch (Augustmittel 29 °C) können im Sommer 45 °C erreicht werden, während im Winter die Temperaturen um den Gefrierpunkt liegen können; an Niederschlag fallen kaum 250 mm.
Die marokkanische Küche hat international einen guten Ruf und ist für die unzähligen Gerichte, die arabische und koloniale Einflüsse verbinden, bekannt. Leider bieten die günstigen Restaurants oft nur eine kleinere Auswahl der reichhaltigen Küche, die überall ähnlich zu sein scheint. Es sollte als Europäer dringend auf die hygienischen Zustände geachtet werden. Tajine ist wahrscheinlich das populärste marokkanische Gericht. Dabei handelt es sich um einen scharf gewürzten Fleischeintopf, der stundenlang in
einem speziellen Tontopf geköchelt hat. Oft werden verschiedene Variationen angeboten, wie bspw. Hühnchen-Tangine mit Limonengras und Oliven oder Garnelen-Tagine mit einer scharfen Tomatensauce.
Spanien
Spanien nimmt etwa vier Fünftel der Iberischen Halbinsel ein, die außerdem Portugal, Andorra und Gibraltar umfasst. Im Nordosten bilden die Pyrenäen eine natürliche Grenze zu Frankreich. Zum Staatsgebiet gehören auch die südöstlich von Barcelona im Mittelmeer gelegenen Balearen (Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera) und die Kanarischen Inseln vor der Westküste Afrikas. Ceuta, Chafarinas, Melilla und Ladu sind winzige spanische Enklaven in Nordafrika, die Überreste des spanischen Kolonialreiches
sind.
Spanien ist ein sehr gebirgiges Land und liegt im Durchschnitt 610 m ü. d. M.. Die Küsten Spaniens sind knapp 5000 km lang. Die Mittelmeerküste reicht von der französischen Grenze bis zum Felsen von Gibraltar. Die Straße von Gibraltar verbindet Mittelmeer und Atlantik und trennt Spanien von Nordafrika.
Den Spaniern liegt das Temperament einfach im Blut. Leidenschaftlich leben sie den Flamenco aus, gehen zum Stierkampf und gehören als sehr gläubiges Volk zumeist der römisch-katholischen Kirche an. Das Land ist im Vergleich zu Deutschland eher dünn besiedelt. Auf einer 150.000 km² größeren Fläche leben nur etwa halb so viele Menschen. Die höchste Bevölkerungsdichte haben dabei die Metropolen wie Madrid, Valencia oder Barcelona zu verzeichnen sowie die niedrigen Lagen des Flusses Guadalquivir und der äußere
Nordwesten Spaniens. Kastilier und Galicier bilden rund dreiviertel der gesamten Bevölkerung. Das übrige Viertel ist den Katalanen zuzurechnen, wobei auch eine zigeunerische Randgruppe existiert und immer wieder Flüchtlinge aus Afrika hinzu kommen. Zu den gebräuchlichsten Fremdsprachen im Inland zählt in Spanien nicht das Deutsche wie auf den Balearen oder Kanaren, sondern Englisch bei den Jüngeren und Französisch bevorzugen die Älteren.
Spanien weist – je nach Region - ein abwechslungsreiches Klima auf. Generell nehmen die Temperaturen von Norden nach Süden zu – bei gleichzeitig abnehmenden Niederschlagsmengen. Im Süden bzw. Südosten zeichnen sich die Sommer durch hohe Temperaturen und geringe Niederschlagsmengen aus.
Vor allem in Andalusien sind häufig sommerliche Temperaturen um die 40° Celsius zu verzeichnen, häufig auch ohne Regentage. Dennoch ist das Klima in dieser spanischen Region aufgrund der niedrigen Luftfeuchtigkeit durchaus angenehm, die Mittagshitze sollte aber gemieden werden. In diesen Regionen herrschen zudem milde Winter vor. Die Gebirgszüge der Alpen und der Pyrenäen verhindern das Vordringen atlantischer Tiefausläufer in diese Regionen und somit auch die Auswirkungen ihrer feuchtkalten Luftmassen auf
das spanische Klima im Süden des Landes. Diese Tiefausläufer haben tendenziell eher Einfluss auf den Norden bzw. Nordwesten Spaniens, die sich in Form von Niederschlägen äußern.
Wird ein Land von der Natur mit kulinarischen Zutaten so beschenkt wie Spanien, kann die Landesküche nur exzellent sein.
Feinstes Olivenöl, Knoblauch, sonnengereifte Zitrusfrüchte und Tomaten, frischer Fisch und Meeresfrüchte bilden die Basis für eine qualitativ hochwertige Küche. In der Bekanntheit allen voran gehen die Tapas, warme und kalte Kleinigkeiten aller Art, die man hauptsächlich bei einem Streifzug durch Bars serviert bekommt. Zur Wahl stehen beispielsweise Boquerones fritos, frittierte Sardellen, Champiñones al ajillo, Champignons mit Knoblauch, Pinchitos morunos, marinierte Fleischstückchen oder sonst eine der
1001 möglichen Varianten.
Neben anderen Reis- und Eiergerichten sind die weltberühmte Paella, ein Reisgericht mit Meeresfrüchten, Safran, Erbsen und Hühnchen, aber auch die Tortilla, ein Eieromelett, sehr beliebt. Weitere Schätze der iberischen Küche sind die kalte Gemüsesuppe Gazpacho, weißer Nougat aus Mandeln und Honig, luftgetrocknete Würste und Schinken sowie Fisch und Meeresfrüchte in jeder Form. Zu gegrillten Spezialitäten darf die beliebte Sauce Allioli aus Olivenöl, Knoblauch und Eigelb nicht fehlen.
Reisetermine 2011
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